Banking Transformation Day 2025: Highlights, Insights, Innovationen
News, 10.07.2025, Frankfurt am Main
Modernisierung, KI-Agenten und Verantwortung:
Wie Banken und Organisationen Transformation erfolgreich gestalten können
Ein Rückblick auf die wichtigsten Learnings des Banking Transformation Days im F.A.Z. Tower
Regulatorischer Druck, zunehmende Datenflut, veränderte Kundenerwartungen – Banken und Finanzorganisationen stehen mehr denn je unter Zugzwang. Die Zeit der kleinen Schritte ist vorbei. Wer heute wettbewerbsfähig bleiben will, muss Geschäftsmodelle, Prozesse und IT-Landschaften konsequent weiterentwickeln.
Doch wie gelingt der Spagat zwischen Transformation und Tagesgeschäft?
Welche Rolle spielen KI-Agenten – und was bedeutet Verantwortung im Zusammenspiel mit Dienstleistern?
Diese und viele weitere Fragen standen im Zentrum unseres Banking Transformation Days. Die wichtigsten Erkenntnisse? Transformation ist kein Technikthema. Sie beginnt mit Klarheit. Und sie gelingt nur gemeinsam.
Geschäftsstrategie zuerst – Technologie folgt
Ein roter Faden, der sich durch viele Beiträge zog:
Transformation ohne strategische Einbettung läuft ins Leere.
Es reicht nicht, neue Tools oder Prozesse einzuführen. Entscheidend ist, dass jedes Vorhaben auf die übergeordnete Geschäftsstrategie einzahlt.
- Warum machen wir das?
- Wer muss an Bord sein?
- Welche Ziele sollen tatsächlich erreicht werden?
Gerade bei langfristigen Projekten wie IT-Modernisierung oder KI-Integration ist die Versuchung groß, mit vermeintlich einfachen Themen zu starten. Doch dieser Weg birgt Risiken. Ein Teilnehmer formulierte es treffend:
„Wenn man sich nur mit den leichten Dingen beschäftigt, läuft man Gefahr, dass das Projekt Jahre dauert – ohne je den großen Mehrwert zu realisieren.“
Stattdessen braucht es den Mut, auch komplexe Baustellen frühzeitig anzugehen – etwa verteilte Verantwortlichkeiten, unstrukturierte Daten oder Prozesse mit regulatorischer Relevanz. Denn echte Transformation entsteht dort, wo es unbequem wird.
Verantwortung neu denken – gemeinsam stark sein
Ein weiterer zentraler Punkt der Diskussion: Verantwortung.
Wie kann sie zwischen Organisationen und Dienstleistern sinnvoll verteilt werden? Die Antwort: Nicht durch Abwälzen, sondern durch Partnerschaft auf Augenhöhe. Erfolgreiche Projekte basieren auf Vertrauen, Transparenz und kontinuierlichem Austausch – nicht allein auf Service-Level-Vereinbarungen.
„Wenn die Verantwortung für Ergebnisse sauber geklärt ist, wird die tägliche Arbeit für alle Beteiligten einfacher.“
Der Schlüssel liegt im gemeinsamen Verständnis: Dienstleister müssen die individuelle Ausgangslage ihrer Kunden kennen dürfen. Und Organisationen müssen bereit sein, Verantwortung auch dann zu teilen, wenn es komplex wird.
KI-Agenten: Zwischen Effizienz und Verantwortung
Ein besonders dynamisch diskutiertes Thema war der Einsatz von KI-Agenten – also Anwendungen, die klar definierte Aufgaben automatisiert übernehmen, etwa Recherchen, Voranalysen oder Datenaufbereitung.
Ihr Vorteil:
- hohe Fokussierung auf Teilprozesse
- bessere Nachvollziehbarkeit
- massive Effizienzgewinne
Doch mit der Technologie wachsen auch die Fragen:
- Wie sieht ein regulatorisch zulässiger Einsatz aus?
- Ab wann darf ein Agent Entscheidungen vorbereiten – oder gar treffen?
- Wie wird sichergestellt, dass Ergebnisse revisionssicher dokumentiert sind?
Hier zeigte sich deutlich: Viele Organisationen stehen noch am Anfang. Es braucht Pilotprojekte, klare Governance und den offenen Dialog mit Aufsichtsbehörden – kurz: Es braucht Gestaltungswillen.
Transformation mit Fokus: Priorisierung statt Gießkanne
Eines der wichtigsten Learnings des Tages lautete:
Nicht alles gleichzeitig. Und nicht überall ein bisschen.
Transformation ist kein Selbstzweck. Statt viele parallele Initiativen zu starten, sollte der Fokus auf den Use Cases liegen, die sichtbaren Nutzen stiften, zügig skalierbar sind und echten Rückenwind erzeugen.
Das erfordert:
- eine realistische Roadmap
- klar definierte Verantwortlichkeiten
- Entscheidungsfreude – auch bei der Auswahl dessen, was nicht gemacht wird
Oder wie es ein Teilnehmer zusammenfasste:
„Ganz viel ist möglich, wenn man genau weiß, was man erreichen will – und wenn man nicht mit der Gießkanne arbeitet.
Unser Fazit: Transformation braucht Mut – und Vertrauen
Ob in der Geldwäscheprävention, der Prozessautomatisierung oder der Weiterentwicklung des Kundenerlebnisses – Technologie ist und bleibt ein zentraler Hebel. Aber sie entfaltet ihre Wirkung erst, wenn Organisationen bereit sind, Verantwortung zu teilen, klare Prioritäten zu setzen und gemeinsam zu lernen.
„Wir brauchen mehr Mut.“
Dieses Zitat eines Teilnehmers fasst den Spirit des Tages wohl am besten zusammen.
Denn Mut bedeutet, gewohnte Pfade zu verlassen. Entscheidungen zu treffen. Komplexes nicht zu scheuen. Und Vertrauen zuzulassen – in neue Technologien, in neue Formen der Zusammenarbeit und nicht zuletzt: in den eigenen Veränderungswillen.
Wenn ihr mit uns über eure Transformation sprechen wollt – oder einfach Impulse sucht, wie moderne Technologien euer Geschäft voranbringen können – wir sind gerne für euch da.
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